Reiseziel Französisch-Guyana
Reiseziel Französisch-Guyana
Französisch-Guyana ist das einzige französisches Übersee-Departement, das sich in Südamerika befindet.
Im Norden grenzt Französisch-Guyana an den Atlantischen Ozean, im Westen an Surinam und im Süden und Osten an Brasilien. Tagesausflüge nach Brasilien oder Surinam sind möglich und lassen sich gut einplanen.
Fast 98 Prozent der Fläche des Landes von Französisch-Guyana sind mit tropischem Regenwald bedeckt und manche Orte erreicht man auch ausschließlich mit Inlandsflug.
Um einen möglichst kompakten Einblick in das Reiseziel Französisch-Guyana zu gewähren, haben wir hier die wichtigsten Argumente, die für das Land sprechen aufgelistet.
Diese acht Gründe sprechen für das unbekannte Reiseziel Französisch-Guyana
Eine außergewöhnliche Natur und Artenvielfalt

Das Reiseziel Französisch-Guayana verfügt über ein unschätzbares Naturerbe mit 8 Millionen Hektar Urwald im Amazonasgebiet, von denen mehr als die Hälfte als Schutzgebiet ausgewiesen ist.
Ein wahres Paradies für den Ökotourismus! Mit einer Fläche von 3,4 Millionen Hektar ist der Amazonas-Nationalpark in Französisch-Guayana übrigens der größte Nationalpark Frankreichs.
Eine reiche und vielfältige Tierwelt
740 Vogelarten, 480 Süßwasserfischarten, 188 Säugetierarten sowie die berühmten Lederschildkröten, die bis zu 900 kg wiegen können.
Dazu kommt, dass in Französisch-Guayana ständig neue Arten entdeckt werden.
Erwarten Sie jedoch nicht, dass Sie sie alle ohne Weiteres zu Gesicht bekommen; der Amazonas ist schließlich kein Tierpark.
Abgesehen von Affen und Vögeln sowie einigen Fröschen ist die Tierbeobachtung in der Tat eher dem Zufall überlassen. Aber die meisten der für die Region typischen Arten kann man im Zoo von Guyana bewundern, seien es Brüllaffen, Krallenaffen, Jaguare, Faultiere, Rote Ibisse, Aras, Tukane, Große Ameisenbären, Tapire, Leguane, Schildkröten und andere Kaimane.
Wenn Sie Ihre Reise durch Französisch-Guyana jedoch so planen, dass Sie auch an abgelegenen Orten im Regenwald oder entlang der Flüsse in sogenannten Carbets verbringen, dann ist die Chance auch größere Tiere zu sehen schon viel höher.
![]()
Kleine Wanderungen oder ein vollständiges Eintauchen in den Wald
Natürlich gibt es die Möglichkeit, den Amazonas-Regenwald zu erkunden. Dies sollte man unbedingt mit einem lokalen Guide und Piroguier planen, der Sie unter anderem in die Kaw – Sümpfe führen kann. <
Es besteht auch die Möglichkeit, in einem der abgelegenen Carbets ein paar Tage inmitten unberührter Natur zu verbringen und von diesem Standort aus Tagestouren zu Fuß oder mit dem Kanu oder auf der Pirogue zu unternehmen.
Die Kaw-Sümpfe beherbergen eine große Kaiman-Population. Man fährt den Maroni-Fluss hinunter oder erkundigt die Mündungen der anderen Küstenflüsse.
Außerdem gibt es etwa vierzig Wanderwege, die jedem eine sicherere Annäherung an den Amazonas-Regenwald ermöglichen, ohne dass eine Begleitung erforderlich ist.
Für Naturliebhaber ist die Küste von Französisch-Guyana so gesehen mit ausgebauten und markierten Wegen übersät und es kommen regelmäßig neue Wege hinzu.
Auf diesen Wegen kann man gemütlich spazieren gehen und man trifft auch andere Wanderer. Es handelt sich dabei auch um „Gesundheitspfade“, die keine oder nur geringe Schwierigkeiten bereiten und ein moderates Relief aufweisen.
Vorsicht: Man sollte sich vorher gut erkundigen, denn Wege, die als „moderat“ bezeichnet werden, sind für Gäste aus Deutschland vielmehr als „schwierig“ zu betrachten (!)
Flüsse, Verkehrswege und Entdeckungsrouten
Abgesehen von der Küstenstraße verlaufen die anderen Verkehrswege in Französisch-Guyana vor allem auf dem Wasser.
Angesichts der zurückzulegenden Entfernungen bleibt die Pirogue das interessanteste Transportmittel auf dem Wasser, um sich fortzubewegen und die Region zu entdecken.
Sie bietet nämlich die Möglichkeit, abgelegene Dörfer zu besuchen und dort Kulturen und Menschen kennenzulernen, deren Gastfreundschaft, Teilungsbereitschaft und Geselligkeit Ihnen in Erinnerung bleiben werden.
Allein (mit den Piroguenführern) oder im Rahmen organisierter Touren kann man so den Maroni, den Oyapock, den Approuague, den Sinnamary oder auch den Kourou-Fluss entdecken.

Das Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana – ein einzigartiger Ort
Französisch-Guayana wurde in den 1960er Jahren aufgrund seiner außergewöhnlich günstigen geografischen Lage für Raumfahrtaktivitäten ausgewählt. Zu den Vorteilen zählen die Nähe zum Äquator, eine Küstenlinie von mindestens 3.500 km Länge von Norden nach Osten, seismische und klimatische Stabilität sowie das Fehlen von Wirbelstürmen.
Heute kann man das Raumfahrtzentrum in Französisch-Guyana und sein Weltraummuseum besuchen und sogar den Start von Ariane- oder Vega-Raketen von nahegelegenen Beobachtungsstandorten aus live miterleben.
Derzeit gibt es mindestens einen Start pro Monat.

Die Überreste der Strafkolonie oder die Geschichte von Französisch-Guayana
15 km vor der Küste von Kourou, erreichbar per Boot oder Segelboot, liegen die Île Royale, die Île Saint-Joseph und die Île du Diable, die einst zu den wichtigsten Stätten der Strafkolonie zählten.
Heute kann man auf der Île Royale die restaurierten Überreste der Strafkolonie besichtigen.
Und für Interessierte gibt es auf dem „Festland“ noch verschiedene andere Zeugnisse und Lager, die von dieser Institution zeugen, die (unter anderem) von 1795 bis 1953 die Bevölkerung Guyanas prägte.
Achtung: In Französisch-Guyane ist die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte noch lange nicht geklärt. Verglichen zum Beispiel mit dem Übersee-Departement La Reunion, ist in Französisch-Guyana noch viel Geschichte aufzuarbeiten.

Ein berühmter Karneval
Januar und Februar sind die Zeit des Karnevals, einer der stärksten Traditionen Guyanas.
Als echtes gesellschaftliches Phänomen zeichnet er sich unter anderem durch die Anwesenheit der sogenannten „Touloulous“ aus – Frauen, die unter ihren bunten Kostümen nicht zu erkennen sind und von einem Tanzpartner zum nächsten flattern. Sie sind es, die den Tanz anführen und dabei gesellschaftliche Normen und Konventionen durchbrechen.
Ein Klima fernab von Wirbelstürmen und Hitzewellen
Zwar ist es im Reiseziel Französisch-Guyana heiß, doch wehen an der Küste ständig Passatwinde. Das macht die Hitze bei einer Durchschnittstemperatur von 26 °C erträglich.
Außerdem gibt es aufgrund des stabilen äquatorialen Klimas in Französisch-Guyana niemals Wirbelstürme.
Die beste Reisezeit erstreckt sich von Juli bis März. Genießen Sie es!
Wir waren für Sie vor Ort und werden das Land auch weiterhin regelmäßig besuchen.
Für uns ist das Reiseziel Französisch-Guyana derzeit eines der aufregendsten Übersee-Gebiete Frankreichs.

Schreibe einen Kommentar